Nachhaltige Wassernutzung
Lektion

Lassen Sie sich von nachhaltigen Geschichten inspirieren

Augustenborg, Malmö (Schweden)

Bemühungen zur Wiederbelebung des Stadtteils Augustenborg in Malmö umfassten auch eine nachhaltige Entwicklung unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung. Der Stadtteil Augustenborg befand sich in einer sozioökonomischen Krise und wurde aufgrund eines überlasteten Abwassersystems überflutet. Der Bau eines zusammenhängenden Entwässerungsnetzes, das der natürlichen Gestalt und Beschaffenheit von Gewässern ähnelt, sollte das Überflutungsrisiko verringern. Das veraltete System war nicht in der Lage, Regenwasser, häusliche Abwässer und Abflüsse aus anderen Teilen der Stadt zu bewältigen. Die Lösung bestand in der Einführung eines offenen Kanalsystems, wobei das Wasser von Dächern und anderen Flächen gesammelt wurde. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, der Wohnungsbaugenossenschaft und den Bewohnerinnen und Bewohnern durchgeführt, die dadurch für die Bedeutung des Regenwassers sensibilisiert wurden. Außerdem entstand in dem Viertel der weltweit erste botanische Dachgarten. Sowohl das Wassermanagementsystem als auch die begrünten Dächer hielten einen erheblichen Teil des Regenwassers zurück. Die Initiative in Augustenborg ist inzwischen als bahnbrechendes Konzept für eine nachhaltige Wasserableitung, das zu einer verbesserten Lebensqualität und einer geringeren Umweltbelastung beiträgt, anerkannt. Die Gesamtkosten der Investition beliefen sich auf rund 22 Millionen Euro, wobei die Stadt Malmö und MKB, eine Wohnungsbaugenossenschaft, für die Umsetzung verantwortlich waren.

In San Francisco ist der größte Teil des Niederschlagsgebietes mit undurchlässigen Oberflächen bedeckt, was zu einer begrenzten Versickerung des Regenwassers in den Boden führt. Dies verursacht Verunreinigungen und überlastet das Abwassersystem bei starken Regenfällen, und es kommt zu Überschwemmungen und Umweltschäden. Das Projekt Sidewalk Garden, das Teil des Programms „Urban Watershed Assessment“ ist, sieht vor, Betongehwege durch Gärten zu ersetzen, die das Regenwasser aufnehmen und so das Abwassersystem weniger belasten. Diese Gärten verschönern die Straßen und enthalten einheimische Pflanzen, durchlässige Oberflächen und Steineinfassungen. Anwohner und Organisationen können Vorschläge machen und Genehmigungen für Gehwegbegrünungen einholen, deren Kosten hauptsächlich aus den Genehmigungsgebühren bestehen. Die für das Projekt verantwortlichen Institutionen sind San Francisco Water Power Sewer und Friends of the Urban Forest.

Quelle: [LINK]